Technik & Recht
Zählerschrank & TAB: Das prüft der Netzbetreiber vor der PV-Inbetriebnahme
Stand: Juli 2026 · PVfix24 Redaktion
Der häufigste Grund, warum eine fertige PV-Anlage nicht ans Netz geht, hängt nicht auf dem Dach – er hängt im Keller: der Zählerschrank.
Was sind die TAB?
Jeder Netzbetreiber veröffentlicht technische Anschlussbedingungen (TAB). Sie legen fest, wie elektrische Anlagen in seinem Netzgebiet beschaffen sein müssen – inklusive Zählerplatz. Bei der Inbetriebsetzung Ihrer PV-Anlage prüft der Netzbetreiber (bzw. der eingetragene Elektrofachbetrieb in seinem Auftrag), ob Ihr Zählerschrank den aktuellen TAB entspricht.
Das Tückische: Bestandsschutz gilt nur, solange nichts verändert wird. Mit der PV-Anlage verändern Sie die Anlage – und dann kann eine Nachrüstung fällig werden.
Die üblichen Kandidaten
- SLS-Schalter fehlt (selektiver Leitungsschutzschalter vor dem Zähler) – bei älteren Anlagen der Klassiker
- Kein Platz für den Zweirichtungszähler oder veralteter Zählerplatz ohne eHZ-Aufnahme
- Überspannungsschutz (SPD Typ 1/2) nicht vorhanden – bei neuen Anschlüssen gefordert
- Fehlender Platz für Kommunikationstechnik (Smart-Meter-Gateway-Vorbereitung)
- Uralte Schränke: kompletter Schranktausch nötig – das kann vierstellig werden
So vermeiden Sie den teuren Überraschungsmoment
Unser Ablauf bei der AC-Montage:
- Nach der Bestellung erhalten Sie einen persönlichen Upload-Link.
- Sie fotografieren Ihren Zählerschrank (geöffnet, Gesamtansicht + Details).
- Wir prüfen die Fotos gegen die aktuellen TAB Ihres Netzbetreibers.
- Sie bekommen vor dem Montagetermin eine ehrliche Ansage: passt / kleine Nachrüstung / Schranktausch – mit Preis.
So gibt es beim Termin keine Überraschungen und keinen unnötigen Zweittermin (der bei der reinen Meisterabnahme mit 400 € zzgl. Anfahrt zu Buche schlägt).
Faustregel: Haus jünger als ~2005 → meist unkritisch. Älter → Fotos schicken, bevor Sie planen.
Bereit für den nächsten Schritt?
AC-Montage mit TAB-Vorprüfung buchen